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Berlin, Hamburg, Südbayern - Vernässungen durch hohes Grundwasser bundesweites Problem


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Der weitgehend klimatisch bedingte Grundwasseranstieg macht nicht an den Grenzen des Hessischen Riedes halt. Inzwischen gibt es in jedem Bundesland Städte und Gemeinden, die von nassen Kellern und Problemen in der Landwirtschaft betroffen sind.

Problemregionen sind neben dem Hessischen Ried z.B. Vorderpfalz und Rheinhessen, die Schotterebenen Südbayerns und weite Teile Nordrhein-Westfalens. Großstädte wie Berlin, Hamburg, München sind ebenso betroffen wie die Ortschaften Kaarst und Korschbroich bei Neuss. Hohe Niederschläge, teilweise kombiniert mit sinkenden Fördermengen in der Industrie und bei den Wasserwerken, haben die Grundwasserstände seit 1999 vielerorts bis über die Kellersohlen hinaus ansteigen lassen.
Die Reaktionen gleichen denen im Hessischen Ried. Städte wie Hamburg und Ingolstadt informieren über die Grundwasserstände oder geben Broschüren und Ratschläge zum "Bauen und Grundwasser" heraus. Anderenorts wie z.B. im Schwäbischen Donaumoos oder in Trudering-Riem bei München wird sich gegenseitig in Schuldzuweisungen geübt, wer für Vernässungen verantwortlich ist. Experten bei den Landesämtern wie dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) oder dem Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft (Jahresbericht 2001 als PDF-Dokument) sind sich jedoch darin einig, dass maßgeblich die seit mehreren Jahren überhöhten Niederschläge für den Grundwasseranstieg verantwortlich sind. Anschaulich dokumentiert dies auch eine Gangliniengrafik aus der Hamburger Marsch.

BWK Arbeitsgruppe

Doch wie kann den Betroffenen geholfen werden? Welche Lösungsansätze sind erfolgversprechend? Welche technischen, finanziellen oder juristischen Fragen müssen bei Eingriffen in den Grundwasserkörper berücksichtigt werden? Diese und ähnliche Fragen versucht z.Zt. eine bundesweite Arbeitsgruppe "Nutzungskonflikte bei hohen Grundwasserständen - Lösungsansätze" des BWK (Bund der Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Kulturbau e.V.) unter der Leitung von Dr. Heiko Gerdes aus Darmstadt zu klären. An ihr sind Vertreter des Regierungspräsidiums Darmstadt und Fachleute aus verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligt. Ein erster Bericht der Arbeitsgruppe mit einer umfassenden Bestandsanalyse wird für das Frühjahr 2003 erwartet.

London: 2 m Anstieg pro Jahr

Anders verhält sich die Situation in London. Durch eine Übernutzung der Grundwasserreserven sank dort der Grundwasserspiegel bis zu Beginn der 50er Jahre um mehr als 70 m ab. Etwa seit Mitte der 60er Jahre sind die Entnahmen deutlich zurückgegangen, die Grundwasserstände sind daher um 50 m angestiegen. Jährlich kommen weitere 2 m hinzu! Die Kosten und Probleme für die Stadt nehmen kontinuierlich zu (z.B. Seite von Thames-Water oder Suche zu "London rising groundwater problem").

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Veröffentlicht am: 2003-02-03 (11892 mal gelesen)

 

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