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2005 - zu warm, sehr sonnig und etwas zu trocken


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Frühjahr 2005: etwas zu mild, zu sonnig und in Darmstadt feucht

Das meteorologische Frühjahr mit den Monaten März, April und Mai erbrachte zumindest an den Stationen Darmstadt und Frankfurt (Flughafen) einen Niederschlagsüberschuss gegenüber den langjährigen Mittelwerten. An der Station Darmstadt fielen in den drei Monaten 215 mm gegenüber 165 mm im Mittel, in Frankfurt waren es 206 mm (Frühjahrsmittel 164 mm). Ein großer Teil der Niederschlagsmengen ging allerdings auf kräftige Gewittergüsse zurück, die besonders im Westen und Süden Deutschlands niedergingen. Laut Deutschem Wetterdienst war der Frühling im bundesweiten Mittel sogar leicht zu trocken, d.h. es wurden nur 96% des vieljährigen Durchschnittswertes von 186 Litern pro Quadratmeter registriert.

Zumindest für Südhessen wurde somit im Frühajhr 2005 die Abfolge zu trockener Monate unterbrochen. Der meteorologische Winter 2004/05 (Dez.-Feb.) hatte noch den Trend des Jahres 2004 fortgesetzt: er war zu warm und zumindest in Hessen leicht zu trocken.

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht bewirkte das Frühjahr 2005 eine leichte Entspannung nach dem extremen Trockenjahr 2003 und dem zumindest bei der Grundwasserneubildung ebenfalls unterdurchschnittlichen Jahr 2004. Die Defizite der Trockenperiode konnten allerdings damit nicht ausgeglichen werden.

Sommer 2005: deutlich zu trocken

Der meteorologische Sommer (Juni-August) startete mit einer langen Trockenperiode im Juni. Bis zum 28. Juni fielen in Darmstadt gerade einmal 5,6 mm Niederschlag. Er wäre damit als einer der trockensten seit Jahrzehnten in die Annalen eingegangen, wären am 29.06. nicht 51,5 mm innerhalb weniger Stunden niedergegangen. Mit 60,2 mm blieb der Juni in Darmstadt dennoch unter dem langjährigen Mittelwert von 77,6 mm.

Der Juli erreichte beim Niederschlag knapp sein Soll, doch schon der August blieb bei etwa 50 % stecken: nur 41,9 mm statt 82,0 mm im Mittel. Mit 174 mm (Mittelwert: 235 mm) ergab dies in der Summe für den Sommer 2005 ein deutliches Niederschlagsdefizit. Die Grundwasserstände sanken aufgrund der klimatischen Rahmenbedigungen weiter ab. In den infiltrationsgestützten Bereichen konnten die Grundwasserstände allerdings weitgehend stabilisiert werden.

Herbst 2005: ebenfalls zu trocken

Der Herbst (Sep.-Nov.) wird manchem als besonders sonnig und "golden" in Erinnerung bleiben. Insbesondere September und Oktober waren sonnig und warm. Damit setzte sich auch der Trend des Sommers beim Niederschlag fort: Alle drei Herbstmonate waren zu trocken. In der Summe erreichten sie nur 107 mm der sonst üblichen 175 mm Niederschlag.

Laut Deutschen Wetterdienst gilt diese Einschätzung für ganz Deutschland. Deutschlandweit lagen die Temperaturen etwa 1,2 °C über dem langjährigen Durchschnitt von 8,8 °C. Bei den Niederschlägen wurden bundesweit nur etwa 75 % des Mittelwertes erreicht.

Nach dem Mai war der Dezember 2005 der erste Monat, der einen Überschuss bei der Niederschlagsmenge erbrachte (55,9 mm; im Mittel 52,0 mm).

Jahresbilanz: zu warm, sehr sonnig und etwas zu trocken

Der Deutsche Wettredienst (DWD) stellt für das Jahr 2005 fest: zu warm, sehr sonnig und etwas zu trocken. Die Jahrestemperatur lag mit 9,0 °C wie bereits 2005 um 0,8 °C über dem langjährigen Durchschnitt. In Darmstadt wurde eine Durchschnittstemperatur von 10,1 °C erreicht. 2005 war damit das neunte Jahr in Folge, das über dem langjährigen Mittelwert von 9,2 °C liegt!

Bei der Sonnenscheindauer wurden 116 % erreicht. Die Niederschläge lagen im dritten Jahr in Folge unter dem Durchschnitt. Mit 648 mm wurden in Darmstadt nur etwa 90 % der üblichen Menge erreicht, bundesweit waren es laut DWD 93 %.

Grundwasserneubildung: nur etwa die Hälfte

Nach der sehr geringen Grundwasserneubildung im Jahr 2004 - an der Lysimeterstation Jägersburg sickerten 2004 nur etwa 5,7 % des gesamten Jahresniederschlages in das Grundwasser ab - fand auch in den für die Grundwasserneubildung wichtigen Monaten Januar und Februar 2005 keine Absickerung von Bodenwasser in das Grundwasser statt. Nur im März, April und Mai fand im Lysimter Jägersburg eine Grundwasserneubildung statt. In den folgenden Monaten konnte wiederum keine Absickerung gemessen werden. Nach dem extremen Trockenjahr 2003, der geringen Grundwasserneubildung im Jahr 2004 wurden 2005 ebenfalls nur etwa 50 % des langjährigen Mittelwertes erreicht.












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Veröffentlicht am: 2006-01-05 (8831 mal gelesen)

 

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