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Grundwasserstand Januar 2007 - mittleres bis unterdurchschnittliches Niveau


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Januar 2007 - mittleres bis unterdurchschnittliches Niveau


Grundwasserneubildung: später Beginn und sehr geringe Menge

Nach dem extremen Trockenjahr 2003, dem etwas zu trockenen Jahr 2004 und dem ebenfalls leicht trockenen Jahr 2005 war die Grundwasserneubildung auch im Jahr 2006 weiterhin sehr gering. Am Lysimeter im Jägersburger Wald setzte erst im März eine Absickerung von Bodenwasser in die tieferen Bodenschichten ein. Am Lysimeter Eschollbrücken konnte bis April keine Grundwasserneubildung gemessen werden. Normalerweise sind die oberen Bodenschichten schon in den Wintermonaten so mit Wasser gesättigt, dass eine Absickerung stattfindet. Bereits im Mai 2006 setzte die Grundwasserneubildung in Jägersburg wieder aus. Bis Ende des Jahres konnte dort keine Neubildung mehr beobachtet werden.

Das Jahr 2006 und der Winter 2006/07 setzen damit die Mitte 2003 begonnene Periode sehr geringer Grundwasserneubildung fort. Verantwortlich hierfür sind vorwiegend die geringen Herbst- und Winterniederschläge.

Grundwasser auf mittlerem bis unterdurchschnittlichem Niveau

Die geringe Grundwasserneubildung führt tendenziell zu einem weiteren Absinken der Grundwasserstände. Allerdings können die Teile des Hessischen Riedes, die von der Infiltration beeinflusst werden, hiervon ausgenommen werden. Als Beispiele sind die Einflussbereiche der drei großen Wasserwerke  Eschollbrücken, Allmendfeld und Jägersburg zu nennen. Im Bereich der Infiltrationsanlage Eschollbrücken/Pfungstadt konnten die Grundwasserstände, trotz der geringen Grundwasserneubildung, auf dem  Niveau der Richtwerte des "Grundwasserbewirtschaftungsplanes Hessisches Ried" gehalten werden (mittlere Grundwasserstände). In Teilen des Gernsheimer Waldes und im  Jägersburger Wald liegen die Grundwasserstände etwas tiefer, d.h. etwa mittig zwischen dem Richtwert und dem Unteren Grenzgrundwasserstand des Grundwasserbewirtschaftungsplanes. Zum Ausgleich für die fehlende natürliche Grundwasserneubildung erfolgt hier eine erhöhte Infiltration von aufbereitetem Rheinwasser durch den Wasserverband Hessisches Ried.

In den Gebieten ohne Infiltrationseinfluss (z.B. südlich der Weschnitz) sind teilweise noch fallende Grundwasserstände zu beobachten, da der sonst übliche Beginn der Grundwasserneubildung im Herbst/Winter bisher ausgeblieben ist. Ein Beispiel hierfür ist der Lorscher Wald. Bei anhaltend trockener Witterung werden sich die Grundwasserstände hier weiter in Richtung der Unteren Grenzgrundwasserstände bewegen.

Im Umfeld des Wasserwerkes Hof Schönau (bei Rüsselsheim) der Stadtwerke Mainz, das ebenfalls keine Infiltrationsunterstützung erhält, ist dagegen schon seit dem Herbst ein Anstieg der Grundwasserstände zu beobachten. Im Gebiet Viernheim, wo das Grundwasser in den Jahren 2001 bis 2003 besonders hoch angestiegenen war, ist es auf ein mittleres Niveau gesunken.

Insgesamt befindet sich das Grundwasser aufgrund der langfristig eher trockenen Witterung auf einem mittleren bis leicht abgesenkten Niveau. Die Richtwerte des "Grundwasserbewirtschaftungsplanes Hessisches Ried" werden insbesondere in den infiltrationsgestützten Teilen des Hessischen Riedes erreicht oder nur leicht unterschritten. Eine stärkere Unterschreitung der Richtwerte zeigen einzelne Bereiche am Rande des Riedes, die von den Infiltrationsanlagen nicht erreicht werden.

Bewertungsniveau verändert: heutiges "mittel" war früher "nass"

Das Bewertungsniveau für diese "mittleren" Grundwasserstände hat sich durch die Infiltrationsanlagen und die Vorgaben des Grundwasserbewirtschaftungsplanes Hessisches Ried verändert. Noch in den 80er Jahren wurden vergleichbare Grundwasserstände nur in witterungsbedingten Nassperioden erreicht (z.B. 1983 und 1988). In den infiltrationsgestützten Flächen liegen die "mittleren bis leicht abgesenkten" Grundwasserstände noch höher als die Wasserstände im Frühjahr des Nassjahres 1983.

Der stärkste Grundwasseranstieg gegenüber 1983 hat jedoch in einem anderen Raum stattgefunden: im Bereich der industriellen Grundwasserentnahmen zwischen Darmstadt und Weiterstadt. Hier liegen die Grundwasserstände 2,5 m und mehr über denen des April 1983. Ursache hierfür ist die Reduzierung der Grundwasserentnahmen um mehr als 50% durch die Firma Merck und andere industrielle Verbraucher.

Aktuelle Ganglinien finden Sie unter der Rubrik Messstellen oder über den Kartenserver.




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Veröffentlicht am: 2007-06-19 (6900 mal gelesen)

 

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